Gaja

Gaja

Angelo Gaja ist dank seines visionären Engagements für die Wiederbelebung der traditionellen piemontesischen Barbaresco-Weine in den letzten Jahrzehnten wohl der am meisten verehrte und respektierte Winzer Italiens.
Das Weingut der Familie Gaja wurde 1859 mit nur 2 Hektar erstklassiger Weinberge im Barbaresco gegründet, aber unter der dynamischen Führung von Angelo begann das Weingut ab den 1970er Jahren, Weine von Weltklasse zu produzieren. Heute verfügt das Weingut über 101 Hektar Rebfläche, die in 32 spezifische Parzellen mit einzigartigen Merkmalen aufgeteilt wurden.

Eine bahnbrechende Veränderung, die Angelo einleitete, war die Umstellung auf die getrennte Weinbereitung und Abfüllung von Barbaresco-Parzellen aus einem einzigen Weinberg, um die reine Essenz des Terroirs und der charaktervollen Nebbiolo-Traube aufzunehmen. Dieser Ansatz wurde von der im Burgund vorherrschenden Terroir-Philosophie inspiriert, wobei Angelo auch andere französische Herstellungsverfahren für seine eleganten Barbaresco-Weine übernahm, darunter die Verwendung von Eichenfässern.

Im Laufe der Jahre hat Angelo den Namen Barbaresco auf der Landkarte für guten Wein bekannt gemacht und auch in Bolgheri und Montalcino in der Toskana bedeutende Investitionen getätigt. Wie so oft wurde Gajas Ruhm sowohl durch Brillanz als auch durch Kontroversen geschürt. Zu den eher umstrittenen Entscheidungen von Angelo gehören der Verzicht auf das Barbaresco-Konsortium und die Pflanzung von Cabernet Sauvignon und Chardonnay innerhalb der Appellation Barbaresco. Angelo wurde bald durch Gajas enorm erfolgreichen "Gaia & Rey"-Chardonnay bestätigt, der der erste piemontesische Chardonnay und der erste im Fass gereifte italienische Weißwein war.

Vor kurzem hat sich Angelo aus dem Tagesgeschäft des Weinguts zurückgezogen, damit seine beiden Töchter Gaia und Rossana und ihr jüngerer Bruder Giovanni der Marke Gaja ihren persönlichen Fingerabdruck hinterlassen können. Zu den jüngsten Veränderungen gehören eine erneute Fokussierung auf die Ankurbelung der Biodiversität auf dem Weingut und die Nachhaltigkeit in den Weinbergen durch Vermeidung chemisch-synthetischer Behandlungen. Die Kinder von Angelo sind ebenfalls wieder dem Barbaresco-Konsortium beigetreten und etikettieren ihre Weine nun wieder nach dem DOCG-System der Region und nicht mehr unter der allgemeinen "Langhe"-Etikettierung.

Zu den außergewöhnlichen jüngsten Jahrgängen Gajas gehört der 2016, der Qualitäts- und Komplexitätsanforderungen erfüllt. Man geht davon aus, dass diese Gaja-Weine in Zukunft zu den begehrtesten Weinen des Gutes gehören werden, vor allem angesichts der Tatsache, dass 2017 aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen einen wesentlich geringeren Ernteertrag bringen wird.

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